Osloß, 05. Juni 2026 – Anlässlich des Internationalen Umwelttages verwandelte sich die Mühlenbergschule Osloß in einen lebendigen Lern- und Erlebnisort rund um die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Naturschutz. Mit einem Laufzettel ausgestattet konnten sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig auf dem gesamten Schulgelände bewegen und die vielfältigen Stationen des Umweltprojekttages besuchen.
Dabei blieben keine Wünsche offen: Von spannenden Wissensangeboten über kreative Bastelaktionen bis hin zu bewegungsreichen Spielen war für jeden etwas dabei. Ganz im Sinne des Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedankens konnten die Kinder die Natur mit allen Sinnen erleben und aktiv erfahren, wie jeder Einzelne zum Schutz unserer Umwelt beitragen kann.
Ein besonderes Highlight war das Waldmobil der Jägerschaft Gifhorn, das durch die Osloßer Jägerschaft mit Nils Hansmann, Christopher Tesch und Jörn Loock betreut wurde. Hier konnten die Kinder nicht nur heimische Waldtiere kennenlernen, sondern auch selbst aktiv werden. Felle verschiedener Wildtiere wurden ertastet, Geweihe ausprobiert und die Rolle eines Hirsches nachempfunden. Gleichzeitig erfuhren die Schülerinnen und Schüler anschaulich, welche Bedeutung die Jagd für den Erhalt eines gesunden ökologischen Gleichgewichts und den natürlichen Kreislauf hat.
An den Upcycling-Bastelstationen entstanden aus vermeintlichem Müll neue Schätze. Mit viel Kreativität wurden Milchtütengeldbörsen gestaltet und Wildblumensamentüten gebastelt, die später für bunte Blühflächen sorgen werden. Nachhaltigkeit wurde hier auf kreative und praktische Weise erlebbar.
Großes Interesse weckten auch die selbst gestalteten Marienkäferhotels, die den Kindern die Bedeutung von Nützlingen für unsere Umwelt näherbrachten. Die kleinen Unterkünfte bieten Insekten Schutz und leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt.
Bei der Müllsammelaktion rund um den Soolschenweg und den Mühlenweg machten sich die Kinder auf den Weg, um ihre unmittelbare Umgebung von achtlos weggeworfenem Abfall zu befreien. Die Ergebnisse waren beeindruckend: Neben zahlreichen Verpackungen und sonstigem Müll wurden sogar drei Autoreifen aus der Natur geborgen. Für die Kinder war dies ein deutliches Signal dafür, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt ist.
Für viele Aha-Momente sorgte das Verrottungsspiel. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie lange verschiedene Materialien benötigen, um sich in der Natur zu zersetzen. Besonders die Problematik von Plastik und Mikroplastik beeindruckte die Kinder nachhaltig. Die Erkenntnis, dass manche Abfälle Jahrhunderte benötigen, um zu verrotten, sensibilisierte sie dafür, Müll niemals achtlos in der Natur zu entsorgen.
Sportlich wurde es beim Müllstaffellauf, bei dem Bewegung und Umweltbildung miteinander verbunden wurden. Spielerisch lernten die Kinder die richtige Mülltrennung kennen und bewiesen dabei Teamgeist, Schnelligkeit und Geschicklichkeit.
An der Fühlkiste konnten die jungen Umweltforscherinnen und Umweltforscher Naturmaterialien ertasten und erraten. Hier standen die Sinne im Mittelpunkt und die Kinder erfuhren, wie vielfältig und spannend die Natur sein kann.
Die Baumpuzzles vermittelten auf spielerische Weise Wissen über heimische Bäume und deren Bedeutung für Mensch, Tier und Klima. Mit viel Konzentration und Teamarbeit wurden die Puzzles zusammengesetzt und dabei wichtige Erkenntnisse über unsere Wälder gewonnen.
Ein weiterer Höhepunkt war die Station rund um die Bienen, die von Imker Ulrich Binnewies betreut wurde. Anschaulich erklärte er die Bedeutung der Honigbienen für unsere Ökosysteme und die Bestäubung zahlreicher Pflanzen. Besonders beeindruckend war die mitgebrachte Fotobeute des Imkervereins Wolfsburg, die den Kindern einen faszinierenden Einblick in das Leben eines Bienenvolkes ermöglichte. Mithilfe der großformatigen Bilder konnten die Schülerinnen und Schüler den Aufbau eines Bienenstocks, die Aufgaben von Königin, Arbeiterinnen und Drohnen sowie die Abläufe im Bienenstaat hautnah nachvollziehen. So wurde die sonst verborgene Welt im Inneren eines Bienenstocks für die Kinder greifbar und verständlich. Darüber hinaus erhielten sie spannende Einblicke in die Arbeit eines Imkers und konnten die faszinierende Welt der Bienen auf anschauliche Weise kennenlernen.
Damit sich die kleinen und großen Umweltforscher stärken konnten, hatten die Eltern ein außergewöhnliches, gesundes und vollständig plastikfreies Fingerfoodbuffet vorbereitet. Die große Auswahl an Obst, Gemüse, Broten und weiteren Leckereien wurde von den Kindern begeistert angenommen und sorgte für die nötige Energie zwischen den Stationen.
Den krönenden Abschluss des Projekttages bildete die mit Spannung erwartete „Gelbe-Sack-Challenge“. Eine Woche lang hatten die Klassen ihren Plastikmüll gesammelt und dokumentiert. Die Frage lautete: Welche Klasse schafft es, am wenigsten Plastikmüll zu produzieren? Als klarer Sieger ging die Klasse 3 hervor, die beeindruckende 33 Gramm Plastikmüll vorweisen konnte – ein großartiger Erfolg und ein starkes Zeichen für bewusstes Handeln im Alltag.
Ein solcher Projekttag lebt von den Menschen, die ihn mit Herzblut gestalten. Daher gilt ein besonderer Dank allen Kolleginnen und Kollegen der Mühlenbergschule sowie insbesondere unserer pädagogischen Mitarbeiterin Barbara Heller, die ihre Stationen mit viel Engagement vorbereitet und begleitet hat. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei den Eltern für das fantastische Buffet, bei der Jägerschaft Osloß mit Nils Hansmann, Christopher Tesch und Jörn Loock, bei Imker Ulrich Binnewies sowie beim Förderverein der Mühlenbergschule.
Der Förderverein hielt für alle Kinder zum Abschluss noch eine besondere Überraschung bereit: einen nachhaltigen Bleistift aus Holz, der nicht nur zum Schreiben dient, sondern Samen enthält und nach seiner Nutzung eingepflanzt werden kann. So schließt sich der Kreislauf der Natur auf ganz besondere Weise.
Das Fazit der Kinder fasste den Tag treffend zusammen:
„Jeder Einzelne kann einen Beitrag für eine saubere und gesunde Umwelt leisten – und wir haben heute dazu beigetragen, dass es unserer Welt ein Stückchen besser geht.“
Ein schöneres Ergebnis hätte dieser Umweltprojekttag kaum hervorbringen können.
Katharina Gaschler
Schulleitung





























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